Sicher und fair am Achensee unterwegs

Sicher und fair am Achensee unterwegs

Mit Schneeschuhen am Tourenlehrpfad am Rofan unterwegs

Das einzige Geräusch ist der knarzende Schnee bei jedem Schritt, der strahlend blaue Himmel spannt sich über die verschneite Winterlandschaft. Am Achensee bieten sich eine Vielzahl ausgewiesener Routen für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Die Lage dieser Routen ist aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gefahrenpotenzials gewählt – dennoch befinden sie sich im offenen alpinen Gelände. Dort ist immer Wachsamkeit und gute Vorbereitung geboten, bei schlechten Bedingungen sollte man auch auf diesen Routen von einer Tour absehen oder diese verschieben. Die Alpinschulen und Bergführer am Achensee stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite und können für geführte Touren gebucht werden. So bekommt man aus erster Hand Wissen und Erfahrungswerte von echten Profis mit auf den Weg bzw. die Route.

Bei den richtigen Bedingungen ist man mit den folgenden fünf Tipps und den Tiroler Pistentourenmodell gut beraten:

  • Planung der Tour

    Eine gute Vorbereitung ist bereits die halbe Miete – mit der richtigen Ausrüstung und Verpflegung ist man auf der sicheren Seite. (Wo) gibt es Einkehrmöglichkeiten? Wie viele Höhenmeter gehen wir? Gibt es Ausweichmöglichkeiten oder einen Plan B bei veränderten Bedingungen? Fragen dieser Art sollten unbedingt im Vorhinein geklärt werden. Karten, Internet und Touristeninformation informieren (nicht nur Gäste!) vorab über die jeweiligen Bedingungen. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Wetterbericht, auch während der Tour.

  • Einschätzung der Lawinengefahr

    Die korrekte Einschätzung der Schneeverhältnisse erfordert eine solide Grundkenntnis von Schnee und dessen Eigenschaften sowie viel Erfahrung. Dies in einem kurzen Absatz abzuhandeln wird der Sache nicht gerecht, daher empfiehlt sich ein Lawinenkurs für alle, die sich intensiver mit Schneetouren auseinandersetzen wollen. Diese schöne Freizeitaktivität soll aber Gelegenheitssportlern nicht vorenthalten sein, daher empfiehlt sich zum Beispiel der Besuch des Tourenlehrpfades in Maurach. Hier wird ein niederschwelliger und informativer Einstieg ins Thema Tourengehen geboten. An verschiedenen Stationen wird auf einer leichten Tour über 240 Höhenmeter die Einschätzung von Lawinengefahren erläutert. Die Tour dauert rund eine Stunde.

    Zusätzliche Informationen und aktuelle Lageberichte finden sich auf der Webseite Lawinen.Report sowie beim österreichischen Alpenverein

  • Die richtige Ausrüstung

    Der Rucksack trägt sich zwar besser, wenn er leicht ist, dennoch sollte man ein paar Dinge im Gepäck haben. Verpflegung und ausreichend Flüssigkeit gehören in jeden Touren-Rucksack. Für den Lawinen Notfall sind LVS-Gerät, Schaufel und Sonde der Standard, ein Erste-Hilfe-Set und ein Mobiltelefon sollten aber ebenfalls dabei sein. Ein Airbag-System ist im Falle eines Lawinenabgangs der beste Schutz vor Verschüttung.

  • Stay on track

    Egal ob Touren-Guru, echter Tiroler Bergfex oder absoluter Freeride-Crack –  am Achensee gilt für alle das Gleiche: Alpine Touren im Schnee sollten nur auf dafür ausgewiesenen Routen durchgeführt werden. Abseits der designierten Routen kann das Gefahrenpotenzial exponentiell ansteigen. Auf maps.achensee.com finden sich sämtliche Varianten, die rund um den Achensee gegangen werden können – hier ist für jeden etwas dabei.

  • Rücksichtnehmen auf Tierwelt und Natur

    Nicht nur wegen möglicher Gefahren, die abseits der Routen liegen, auch im Hinblick auf Tierwelt und Natur sollten Schneeschuh– und Skitouren nur auf ausgewiesenen Routen gegangen werden. Im Winter haben Wildtiere generell ein Energieproblem, da nur wenig Futter zur Verfügung steht. Wenn die Tiere da dann auch noch häufig durch Wintersportler erschreckt werden, kann das für sie lebensgefährlich sein. Am Achensee genießen wir das große Privileg, unsere Freizeit in einer wunderschönen Naturlandschaft verbringen zu dürfen und das soll auch für nachfolgende Generationen so bleiben. Dies ist auch der Grund, warum Abfälle unbedingt wieder ins Tal mitgenommen werden sollten.