Auf den Fersen von Kaiser Maximilian

Auf den Fersen von Kaiser Maximilian

500 Jahre nach seinem Tod steht Kaiser Maximilian I. wieder im Rampenlicht. Das Maximilianjahr 2019 bietet besten Anlass, des Kaisers Achensee-Besuche nachzuempfinden. Am besten mit einer Visite der Kaiser-Maximilian-Rast auf dem Wanderweg von Achenkirch zur Köglalm.

Sie kamen zum Jagen und Fischen – die österreichischen Landesfürsten, Kaiser und Könige, die den Achensee als erste für sich entdeckten. Maximilian I. legte als „erster Gast am Achensee“ den Grundstein für den Tourismus, der damals allerdings nur einer kleinen adligen Elite und dazugehöriger Gefolgschaft vorbehalten war.

In Pertisau ließ Kaiser Maximilian das heutige Fürstenhaus als Lusthaus und Herberge für seine diversen Jagd- und Fischereireisen errichten. Eine historische Darstellung – im Original in der Österreichischen Staatsbibliothek ausgestellt – zeigt den Kaiser mit Gefolgschaft bei einer solchen Reise. Diese gibt als große Nachbildung im Treppenaufgang des Fürstenhauses zu bestaunen: Gämsen in den schroffen Bergen, eine Fülle an Fischen im Achensee, der Kaiser hoch zu Ross und Boote, die an venezianische Gondeln erinnern – all dies vermittelt ein eindrückliches Bild der Zeit, die der Kaiser am Achensee verbrachte. Die daraus entstandene Tourismustradition lässt sich auch heute noch nachempfinden.

Im Jagd- und Fischereibuch, dass Maximilian seinerzeit hat aufsetzen lassen und welches vom Achensee nur so schwärmt, findet sich folgendes Zitat, welches wohl gleichermaßen als Entertainment-Tipp wie Briefing für das Personal angesehen werden kann: „Wo ein landsfurst auf dem gemelten Ahensee also freid und lust haben wolte, sol man das albeg ein tag oder zwen dem vischmaister oder den vischern zuvor verkunden, daz sy allen zeig zurichten und bereit sein, damit dem landsfursten an seinem lust nicht versaumt werde.“ Die daraus entstandene Tourismustradition lässt sich auch heute noch nachempfinden. Die einzigartige Mischung aus Berg- und Seelandschaft des Achensees wird – wie die Geschichte zeigt – ihren Reiz wohl noch lange behalten.

Überlebensgroßer Kaiser-Thron – auf dem Wanderweg von Achenkirch zur Köglalm

Zu Ehren Kaiser Maximilians I. wurde außerdem auf dem Wanderweg von Achenkirch zur bewirtschafteten Köglalm ein überlebensgroßer „Kaiser-Thron“ errichtet, auf dem sich Menschen mit adeligen Ambitionen bei kaiserlicher Aussicht wie ein Kaiser fühlen dürfen – aber auch für Fußvolk, Knappen und Hofmägde funktioniert diese Aussichtsplattform einwandfrei. Vom Fischerwirt in Achenkirch führt der Weg durch die Unterführung der Bundesstraße auf einem schönen Steig durch lichten Wald zum Ziel. Gehzeit beträgt etwa eine Stunde.

Hier geht’s zur genauen Wegbeschreibung.

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