Ein kurzer Weg – eine beeindruckende Aussicht

Ein kurzer Weg – eine beeindruckende Aussicht

Von der Häusererbühelkapelle in Maurach kann man mit wenig Anstrengung einen tollen Blick auf das Achensee-Panorama genießen. Links von der Talstation der Rofanseilbahn führt ein Weg leicht ansteigend zur Kapelle.

Die Bezeichnung „Häuserer-Bichl Kapelle“ geht zurück auf ein ursprünglich einfaches, fensterloses, aus rohen Fichtenbrettern gezimmertes und dem Verfall nahes Kapellchen, dessen bescheidene Innenausstattung liebevolle Pflege verriet. Ein blütenweißes Altartuch, Kerzen und – soweit möglich – frische Blumen schaffen so die schlichte atmosphärische Stimmung zum Beten. Besonders in Zeiten leiblicher und seelischer Not, wie in den Kriegsjahren 1939 bis 1945, war diese Kapelle ein Ort des Bittgebetes und des Trostes.

Im Kriegsjahr 1944 legte ein schon am 26. August 1939 zur Deutschen Wehrmacht eingezogener Familienvater – Josef Stocker – anlässlich eines Heimaturlaubes ein Gelübde ab, im Falle seiner Heimkehr aus dem Krieg und möglicher Gefangenschaft für den Neubau der Kapelle zu sorgen. Und tatsächlich: Am 17. August 1945 kehrte er aus dem riesigen Gefangenenlager der Engländer in Süditalien zurück. An den Neubau der Kapelle konnte noch lange Zeit nicht gedacht werden: Baumaterialien, vor allem Zement, Ziegel und Bauholz waren Mangelware und streng bewirtschaftet. Erst im Spätherbst 1948 durfte man es wagen, mit den Vorarbeiten zu beginnen. Sofort nach der Schneeschmelze im folgenden Frühjahr nahmen die mit dem Bau beauftragten Firmen ihre Arbeit auf. Am 22. Mai 1949 wurde das nach den Plänen des Architekten Hans Flür aus Innsbruck errichtete Kirchlein, unter Mitwirkung des Kirchenchores, von H.H. Karl Purtscher, Pfarrer von Eben, eingeweiht. Es ist somit ganz im Sinne des Gelöbnisses zu einer Heimkehrer – Dankkapelle geworden.

Hier geht es zur Wegbeschreibung.

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