Unterwegs in der Natur

Unterwegs in der Natur

Traumhafte Stimmung den Karwendeltälern

Naturbeobachtung hat viel mit Hintergrundwissen, Erfahrung, Gebietskenntnis, Konzentration und auch mit Glück zu tun. Es gibt jedoch einige grundlegende Regeln, die sich auf Basis langjähriger Erfahrung bewährt haben.

Langsamer fortbewegen
Ganz prinzipiell gilt: Je langsamer wir uns fortbewegen, umso mehr können wir wahrnehmen und entdecken.

Verweilen
Oft lösen wir Menschen durch unser Eintreten in die Landschaft eine Störung bei den Tieren aus. Tolle Beobachtungen machen wir deshalb meist dann, wenn wir einige Zeit an einem Ort  verweilen. So bekommen wir einen besseren Eindruck der Gegebenheiten, vor allem beruhigen sich aber die Tiere nach einiger Zeit wieder und gehen ihren Aktivitäten nach. Dann kann man sie oft wunderbar und in Ruhe studieren.

Sinne öffnen
Immer wieder innehalten. Plötzlich sind viel mehr verschiedene Vogelstimmen hörbar und sie verraten, wer sich wo aufhält. Oder der Blick schweift über die Landschaft und versucht, versteckte Bewegungen wahrzunehmen, die den Aufenthaltsort eines Tiers verraten. Vielleicht ist es auch ein Trittsiegel entlang des Wegs, eine Höhle im Baum oder Fraßspuren an einem Zapfen, die allerlei über die dort vorkommenden Tiere verraten. Genaues Hinsehen, Hinhören, Riechen oder Spüren lohnt sich.

Landschaftsübergänge
Überall dort, wo sich Lebensräume stark verändern, beispielsweise beim Übergang vom Wald zu einer Wiese, sind wir beim Heraustreten aus diesem Sichtschutz plötzlich frei sichtbar und erschrecken oft die dort verweilenden Tiere. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor einem Landschaftsübergang kurz stehen zu bleiben und dann ganz langsam, immer wieder auf Eindrücke achtend, weiterzugehen. Die Wahrscheinlichkeit, nun Beobachtungen zu machen, ist wesentlich größer.

Perspektivenwechsel
Einfach mal hoch in die Baumkronen sehen oder sich tief zum Boden hinunterbeugen oder auf den Boden legen, und plötzlich ergeben sich völlig neue Eindrücke. Zudem vergessen wir, dass auch die Tiere UNS beobachten. Sobald wir also an ihnen vorbeigegangen sind, kommen sie manchmal wieder aus ihrem Versteck heraus. Wirft man dann langsam einen Blick zurück über die Schulter, macht man oft tolle Entdeckungen. Wer dies gerne unter fachkundiger Anleitung erfahren möchte, hat in den Sommermonaten jeden Montag die Möglichkeit dazu – bei der Wanderung „Natur exklusiv – mit dem Ranger unterwegs“.

Schon gewusst?
90 Jahre unter Schutz: 2018 begeht der Naturpark Karwendel als ältestes Schutzgebiet Tirols sein 90-jähriges Bestehen. Zugleich ist er der größte Naturpark Österreichs.

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