Naturpark Karwendel

Naturpark Karwendel

Auf dem Weg in den tief verschneiten Karwendeltälern in Pertisau mit Blick auf den Dristenkopf und das Sonnjoch.

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² das größte Schutzgebiet Tirols. Er verfügt über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen, wie Urwälder und Wildflüsse, und beherbergt zahlreiche europaweit bedeutende Tier- und Pflanzenarten, wie Steinadler, Weißrückenspecht und Frauenschuh. Wanderer können hier auch stundenlang mit Gams und Steinbock durch unberührte Täler streifen, Murmeltiere, Hirsche und Hasen beobachten, während Greifvögel wie Bussarde durch die Lüfte segeln.

Naturpark des Jahres 2020
Eine unabhängige Fachjury aus Vertretern des Umweltbundesamts, der Alpine Pearls, der Universität Wien, des Umwelt-Bildungs-Zentrums und des ORF Kärnten hat den Naturpark Karwendel zum Naturpark des Jahres 2020 gewählt. Bei der Beurteilung der Arbeitsbereiche Naturschutz, Erholung & Tourismus, Umweltbildung, Regionalentwicklung sowie Öffentlichkeitsarbeit erreichte der Naturpark Karwendel 129 von maximal 150 Punkten. Hervorgehoben wurden bei der Auszeichnung auch das gut organisierte Junior-Ranger Programm sowie der große Einsatz der Freiwilligen, die im Naturpark Karwendel mithelfen.

Vom Jagdgebiet Kaiser Maximilians zum größten Naturpark Österreichs
Das Karwendelgebirge kann auf eine lange historische Entwicklung menschlicher Nutzung zurückblicken. Neben der Almwirtschaft, die seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen ist, spielte vor allem das Jagdgeschehen eine große Rolle. 1420 wurde die Jagd das erste Mal urkundlich erwähnt. Der bekannteste Jäger war Kaiser Maximilian (1459–1519), der das Karwendel vor allem wegen der guten Gamsreviere zu schätzen wusste. Auch heute noch spielt die Jagd eine wesentliche Rolle und noch immer gibt es auch adelige Jagdpächter.

Unterwegs ins Karwendel
Ein so großer Naturpark wie das Karwendel besitzt unzählige Zugänge und Eintrittspforten. Am Achensee erfolgt der klassische Zugang über das Falzturn- bzw. Gerntal. Beide sind durch Mautstraßen erschlossen. Es bieten sich aber auch viele Möglichkeiten für Wanderer und Bergsteiger, die etwas weiter ins Karwendel eindringen wollen. Sei es zur Lamsenjochhütte oder über das Plumsjoch in das Rißtal.

 

03.11.2021 13:50

Die Gramaialm mit der Lamsenspitze im Hintergrund
Sonnenaufgang im Naturpark Karwendel - kurz vor der Gramaialm ©Valentin Blüml
Ahornbaum im Naturpark Karwendel - Falzturntal
Wanderweg Gramai - Naturpark Karwendel