Ein besonderes Naturerlebnis

Ein besonderes Naturerlebnis

An Schönheit ist die naturbelassene Alpenwelt kaum zu überbieten, speziell wenn man abseits von Wanderwegen, unterwegs im Felsen neue Herausforderungen sucht. Möglich machen dies Eisenstifte, Seile und Verankerungen, die speziell angelegt als Klettersteige gekennzeichnet sind. Besonders im Rofangebirge, das ebenfalls bis weit über die Grenzen als Kletterparadies bekannt ist, bietet sich eine Bergtour der besonderen Art an: Mit dem Achensee 5-Gipfel-Klettersteig erheben sich am Achensee für Anfänger und Fortgeschrittene schier unerschöpfliche Möglichkeiten des Naturerlebens.

Vorab ist es wichtig, sich über die Besonderheiten von Klettersteigen zu informieren. Bei genügend Erfahrung steht einem selbstständigen Klettern nichts im Weg. Jedoch sollte man auf die Erfahrung von langjährigen Bergführern ebenso nicht vergessen. Diese können ganz unkompliziert gebucht werden und machen das Erlebnis zu etwas ganz Besonderem.

Mit der Rofanseilbahn kann man vor der Tagestour noch die Schönheit des größten See Tirols bewundern, ehe es zum ersten Klettersteig geht. Mit seinen 2.192 m ist die Haidachstellwand zwar der niedrigste Gipfel des Klettersteiges, jedoch eignet er sich perfekt als Start. Im größtenteils bergab zu überwindenden Gelände, kann man Sicherheitstechnik und Kletterkünste ausprobieren und rüstet sich perfekt für die folgenden Gipfel. Der Schwierigkeitsgrad liegt zwischen B und C, insgesamt werden Klettersteige auf der fünfteiligen Bewertungsskala mit A (wenig schwierig) bis E (extrem schwierig) bewertet und geben den Besuchern einen groben Überblick über die einzelnen Streckenabschnitte.

Durch den weit angelegten Klettersteig, wurden nach jedem Gipfel Ausstiegsstellen geschaffen. Somit kann man selbst bestimmen, welchen Gipfel man erklimmen möchte. Für den gesamten Klettersteig sollte man sich jedenfalls 6 bis 8 Stunden einplanen.

Mit dem Rosskopf (2.246 m) liegt der zweite und längste Klettersteig perfekt im Panorama des Rofangebirges. Mit Schwierigkeiten zwischen A und C gewinnt man schnell an Höhe und kann die einzigartige Naturlandschaft am Gipfel genießen. Mit der Seekarlspitze (2.261 m) und dem Spieljoch (2.236 m) hat man einen atemberaubenden Tiefblick über die Landschaft um die Dalfazer Wände und der Langen Gasse.

Als krönender Abschluss ist der höchste Gipfel im Rofan, der Hochiss, nochmals eine besondere Herausforderung: Es geht auf bis zu 2.299 m und belohnt mit einem herrlichen Weitblick über das Rofan und Teilen des Karwendels. Neben dem Streichkopf, dem Steinernen Tor und dem Dalfazjoch, kann man weitere Schönheiten dieser Tour bewundern. Zurück geht es dann vorbei am Gschöllkopf wieder Richtung Bergstation Rofanseilbahn.

Jedenfalls ist diese Art des alpinen Erkundens eine schöne und sportliche Herausforderung für Jedermann.

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