Katharina Winkler erhält Tyrolia achensee.literatour-Stipendium 2017

Katharina Winkler erhält Tyrolia achensee.literatour-Stipendium 2017

12.05.2017 – Die beiden österreichischen Autorinnen Doris Knecht und Petra Hartlieb begeisterten mit ihren Eröffnungslesungen das Publikum im Alten Widum in Achenkirch. Die sechste Auflage der achensee.literatour startete am Donnerstagabend und geht heuer erstmalig über vier Tage. Unter der Leitung von Thomas Rottenberg diskutierten Autorin und Buchhändlerin Petra Hartlieb, Verleger Markus Hatzer (Haymon Verlag) und Literaturagent Georg Simader zum Thema „Ist Amazon böse?“. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Eröffnung das Tyrolia achensee.literatour-Stipendium an die Wiener Autorin Katharina Winkler verliehen.

Im Alten Widum in Achenkirch, das bis auf den letzten Platz gefüllt war, startete am Donnerstagabend die sechste Auflage der achensee.literatour. Das junge Tiroler Literaturformat, das sich in den letzten Jahren zu einem Fixtermin im Tiroler Kulturkalender entwickelt hat, bietet Lesungen an außergewöhnlichen Orten rund um den wildromantischen Achensee.

Doris Knecht & Petra Hartlieb eröffnen achensee.literatour 2017
Die beiden Eröffnungslesungen im Alten Widum wurden von zwei starken Frauen der österreichischen Literaturszene gehalten. Doris Knecht las aus ihrem kürzlich erschienenen Roman „Alles über Beziehungen“ und überzeugte dabei mit der pointierten Beschreibung ihrer Hauptfigur Viktor und der Frage, ob es eine perfekte, glückliche, ehrliche Beziehung heutzutage überhaupt noch gibt. Petra Hartlieb, sowohl Buchhändlerin als auch Autorin, gab Einblicke in  „Meine wundervolle Buchhandlung“ und brach so eine Lanze für die Literatur, deren Autoren und alle begeisterten Leser. Im Anschluss an die Lesungen der beiden Schriftstellerinnen holten sich zahlreiche Zuhörer und Fans persönliche Widmungen und Autogramme.

„Ist Amazon böse?“  – Titel der Podiumsdiskussion
Im Anschluss an die Lesungen und die Stipendiumsverleihung diskutierten unter der Leitung von Moderator Thomas Rottenberg, Autorin und Buchhändlerin Petra Hartlieb, Verleger Markus Hatzer und Literaturagent Georg Simader zum Thema „Ist Amazon böse?“. Bei der sehr spannenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile des Wandels im Buchhandel aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung beleuchtet. So sei Amazon nicht nur „böse“, da es Bücher einfach verfügbar mache und sie in die hintersten Winkel der Welt liefere. Amazon habe auch einen Wandel bzw ein Umdenken bei vielen Buchhändlern forciert – nämlich dahingehend, dass viele Buchhändler inzwischen selber Onlineshops betreiben. Laut Literaturagent Simader sei Einkaufen in der Buchhandlung vor Ort inzwischen auch wieder sexy geworden. Buchhändler müssten den Spagat schaffen zwischen persönlicher Betreuung und Beratung, ihren Kunden aber genauso eine einfache Online-Bestellung ermöglichen.

Achensee im Zeichen der Literatur
Noch bis Sonntag dreht sich in der Region rund um Tirols größten See alles um die Literatur. Am Freitagabend wartet mit der Schiffslesung von Bernhard Aichner und Verlagskollegin Melanie Raabe ein weiteres Highlight auf das Publikum. Am Samstagvormittag bittet der Tiroler Krimiautor Joe Fischler zur Krimiwanderung auf die Rodelhütte in Pertisau (Teilnahme kostenlos, Treffpunkt am Parkplatz beim Beginn des Dien-Mut-Weges, 10 Uhr). Polly Adler bittet um 15 Uhr im Posthotel Achenkirch zu ihrer Lesung „Amour-Hatscher“ und am Abend findet im Hotel DAS KRONTHALER die Doppellesung von Sabine Gruber („Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“) und Walter Grond („Drei Lieben“) statt. Den Abschluss des Literaturfestivals bildet am Sonntag der lyrische Frühstücksbrunch mit Christoph W. Bauer im Posthotel Achenkirch und die „mörderische“ Almlesung von Thriller-Spezialist Andreas Gruberauf der Erfurter Hütte. Das Detailprogramm zur achensee.literatour 2017 ist unter www.achensee-literatour.at zu finden.

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