Wanderungen im Winter

Wanderungen im Winter

Erst im Gehen erfährt man so manche Dinge – über die Welt und über sich selbst. Bei Wanderungen im Winter gilt das noch mehr, konzentriert doch das einheitlich strahlende Weiß die Gedanken aufs Wesentliche.

Manchmal bedarf es keiner Worte. Manchmal reicht es zu spüren – und in diesem Spüren zu leben und zu erleben. Das Knirschen des Schnees unter den in wasserfeste Schuhe gepackten Füßen zu hören, das Prickeln der kalten Luft auf den Wangen zu fühlen, die tränenden Augen zu trocknen, gerührt vom Funkeln der Sonne auf dem kristallinen Weiß. Und dazu dieser Duft, dieser wundervolle Duft, der dem Winter zu eigen ist.  Der an einem haftet, noch lange, nachdem man die warme Stube betreten hat – ausgekühlt, aber im Innersten erwärmt von dem kalten Feuer dieser spiegelglatten, glitzernd-gleißenden Welt, deren Magie man sich kaum erwehren kann.

Im einheitlichen Kleid ist jedes Ding dem Antlitz nach gleich. Keine betörende Farbenpracht, kein verwirrendes Düftemeer lenkt ab von der grundlegenden Form der Dinge, die um so vieles majestätischer ist in ihrer Reduziertheit auf das Wesentliche. Der Winter schafft Klarheit, schafft Wahrheit. Schritt für Schritt können wir diese erfahren. Von der Welt um uns herum, von der Welt in uns.

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